Welches Auto passt zu dir?

Welches Auto passt zu dir?

Welches Auto passt zu mir?

Oft schon hat man vom Blick quer durch den Raum gehört, der zwei Menschen jenen Moment beschert, von dem sie als altes Ehepaar immer und immer wieder erzählen werden. Ein Blick, der instinktiv klarmacht, dass etwas ganz Besonderes vor einem steht. Da das Auto uns für einen erheblichen Teil unseres Lebens begleitet, wäre es toll, ein solches Ereignis auch bei der Suche nach dem passenden Fahrzeug zu erleben. Doch so mancher empfindet die Suche nach dem richtigen Auto als unlängst komplexer als die Liebe auf den ersten Blick. Der Umweg hierzu kann klassisch über Kauf, aber auch über Leasing oder ein Auto-Abo führen. Welcher Typ an Fahrzeugnutzer zu welchem Fahrzeug passt, lässt sich anhand einiger Kriterien beantworten.

Kenne deine eigenen Bedürfnisse

Unentschlossene Käufer sehen anfangs nicht das eine Auto, sondern eine schier grenzenlose Auswahl an Autos in unzähligen Ausführungen und Variationen. Um sich vor dem Kauf/Leasing/Auto-Abo etwas Klarheit zu verschaffen, sollten grundlegende Fragen geklärt werden, wie etwa die Anzahl an Sitzen die man benötigt, in welcher Preisspanne sich das Fahrzeug in etwa bewegen und wie viel Platz das Auto insgesamt haben soll. Ist gerade Nachwuchs im Anmarsch, dann lohnt es sich, zumindest einen bis zwei zusätzliche Plätze miteinzuplanen, sowie genügend Stauraum für Kinderwagen und Babytaschen. Ein prüfender Blick auf die Ausstattung verrät, ob der Wagen über eine Isofix-Vorrichtung verfügt, damit der Maxi-Cosi während der Fahrt sicher angebracht ist. Neben einem Kofferraum, das die Unterbringung eines Kinderwagens durch schmale Radkästen innen erleichtert, ist sicherlich eine geteilt umklappbare Rückbank von Vorteil, statt einer Rückbank, die nur im Ganzen umgeklappt werden kann; letztere Variante ist für wachsende Familien hinderlich.

Wenn man nun anfängt über das Budget für den Kauf eines Autos zu sprechen, kommt man nicht drum herum, über den Wertverlust von Neuwagen zu reden. Oft werden daher Jahreswagen in die Auswahl zugezogen. Doch was spricht gegen Wagen älterer Semester? Oldtimer erfüllen teilweise nicht mehr die heutigen Sicherheitsstandards, doch so mancher Youngtimer, wie beispielsweise die deutschen Oberklasselimousinen, die zwischen 1990 und etwa 2005 gebaut wurden, sind allemal einen Blick wert. Während zur Zeit des jeweiligen Marktstarts horrende Summen für die Luxuskarossen zu zahlen waren, sind sie heute für sehr gutes Geld zu haben - wenn das leicht bejahrte Auto dazu über besondere Ausstattungslinien oder gar eine Vollausstattung verfügt, besteht sogar die Chance einer Wertsteigerung. Nicht selten werden derartige Fahrzeuge aus diesen spekulativen Gründen erworben und in Garagen in einen langen Schlaf gebracht, bis sie den erhofften Wert erreichen. Auch sollten die Unterhaltungskosten vor dem Kauf miteinkalkuliert werden, die von Auto zu Auto sehr stark variieren. Dabei ist nicht nur die Typklasse für die Versicherung zu berücksichtigen, sondern auch der Kostenaufwand für Verschleissteile und Wartung.

Stadt, Land, Autobahn

Sollen die meisten Fahrten auf der Autobahn stattfinden, so ist ein Auto mit einer höheren Anzahl an Gängen ratsam. Längere Fahrten mit Tempo 140 im fünften Gang werden auf Dauer als sehr störend empfunden, weshalb zum Einen mindestens ein Sechsgang/Automatikwagen her sollte, als auch genügend Leistung, um den Beschleunigungsstreifen gefahrlos nutzen zu können. Ausserdem beklagen Fahrer, die mit ihrem Auto hauptsächlich auf Autobahnen unterwegs sind, dass das ständige Kuppeln und Schalten bei Stau auf der Autobahn ziemlich lästig ist - und sie sich ein Automatik-Auto wünschten, das dazu noch einen Stau-Assistenten hat. Dieselmotoren bieten optimale Bedingungen für ein Langstreckenfahrzeug, da hier die Laufruhe und die Langlebigkeit geschätzt wird. Für hauptsächliche Stadtfahrten ist ein Benziner nicht verkehrt, bei dem auch niedrigere Leistungen für kaum Einschränkungen sorgen. Ein kurzer Radstand bedeutet einen kleinen Wendekreis zu haben, was vor allem bei kleinen City-Flitzern der Fall ist.

Fahrzeugtypen

Die Statistik der Neuzulassungen zeigt, dass SUVs weiterhin auf ihrem Höhenflug bleiben werden. Was die Menschen zum Kauf/Leasing/Auto-Abo eines solches Autos bewegt, kann vielerlei Gründe haben:

1. Sitzposition

Die höhere Sitzposition empfinden die SUV-Fahrer als den grössten Vorteil gegenüber Kleinwagen. Der Hochsitz, gepaart mit einem Rundumblick durch die vergrösserten Fensterscheiben an A-, B- und C-Säule, verleiht dem Fahrer das Gefühl von Kontrolle. Ob ein solches Auto im Stadtmilieu sinnvoll ist, ist zu hinterfragen, doch für Menschen mit Wohnort abseits des Stadtzentrums ist ein SUV eine durchaus attraktive Option.

2. Offroad

„Wahre” Geländewagen haben die Fähigkeit, dank ihrer Differentialsperre die Antriebsachsen und Räder derselben Achse starr aneinander zu kuppeln und haben zu jeder Zeit Traktion. Wenn nun ein Rad in einem Loch hängt oder in weichem Untergrund feststeht wird das Fahrzeug durch die anderen Räder angetrieben. Zusätzlich besitzen Geländewagen üblicherweise Starrachsen, die zu einer höheren Stabilität und Robustheit beitragen.Eine Starrachse ist jedoch im Stadtverkehr wenig hilfreich, weshalb moderne SUVs zwar als Offroader „getarnt” sind, aber technisch oft dem Kleinwagen-Modell der Marke ähneln und anstelle der Starrachsen vor allem auf der Vorderachse eine Einzelradaufhängung besitzen. Wer also ein SUV, aber kein Geländewagen haben will, der im Notfall auch die ein oder andere Erdstrecke durchqueren können soll, sollte zumindest auf eine Differenzialsperre nicht verzichten.

3. Urlaubsauto

Oft ist der Stauraum auch das Entscheidungskriterium für ein SUV. So erübrigen sich Platzprobleme hinsichtlich der Unterbringung von Koffern, der Skiausrüstung und des Sonnenschirms. Für grössere SUVs, die eine zusätzliche Sitzreihe hergeben können, gibt es dazu die Möglichkeit, eine Dachbox anzubringen - doppelt Platz also. Die Beinfreiheit und seitliche Geräumigkeit spricht für sich selbst.

4. Sicherheit

Laut ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil-Club) besitzen SUVs eine grössere Knautschzone, was ihrer Länge und Bodenfreiheit zu verdanken ist. Bei Unfällen ist man so besser vor Verletzungen geschützt, allerdings gilt auch hier: Qualität kostet. Wer die optischen Vorzüge eines SUV in einem Kleinwagen haben möchte, greift dann zum Kompakt-SUV.

Doch trotz seiner Beliebtheit ist der SUV bei weitem nicht der einzige Fahrzeugtyp, der Anklang bei Kunden findet, zumal er auch einige Nachteile mit sich bringt, wie gewichtsbedingte, erhöhte Schadstoffemissionen, die sich im Unterhalt niederschlagen. Grössere und teurere Reifen sollten ebenfalls miteinkalkuliert werden, sowie ihre Beliebtheit bei Dieben, weshalb die Kaskoversicherung hier deutlich teurer ist. SW-Modelle stehen ebenfalls ziemlich hoch im Kurs: die Unternehmensflotten setzen auf schicke, geräumige Kombis, auch im Leasing/Auto-Abo greift man gerne zu ihnen. Sie vereinen oft sportliches Design und unverzichtbare Praktikabilität, auch dann noch, wenn sie mit dem Offroad-Paket bestellt werden.

Kauf, Leasing oder doch Auto-Abo?

Wer sagt uns denn eigentlich, dass wir uns auf einen Wagen festlegen müssen? Das Beste wäre ein Konzept, das sich unserem Leben anpasst. Für ein maximal flexibles Leben ist ein Auto-Abo die beste Wahl: die Vertragslaufzeit ist kürzer als bei Leasing-Angeboten. Wenn man beispielsweise weiss, dass im Sommer eine Urlaubsreise ansteht, kann rechtzeitig zu einem Fahrzeug gewechselt werden, welches den Bedürfnissen eines Reisenden entspricht. Genauso umgekehrt: ist der Reise-SUV für die Stadt plötzlich zu gross, kann gemütlich zurück zum Kompakten gewechselt werden - mehr Entscheidungsfreiraum geht nicht.