Es ist offensichtlich: Gebrauchsgegenstände verlieren mit der Zeit an Wert. Das gilt auch für Autos. Was aber nur Wenige wissen: der Wertverlust ist rasanter als angenommen. Schon im ersten Jahr verliert ein Neuwagen ein Viertel seines Listenpreises. Der Wertverlust von Autos variiert dabei auch nach Marke und Modell, einen niedrigen Restwert haben insbesondere Elektroautos.

Massiver Wertverlust in den ersten Jahren

Ein drei Jahre altes Fahrzeug ist noch etwa die Hälfte seines Listenpreises wert. Selbst Menschen, die sich des rapiden Wertverlustes des Autos bewusst waren, müssen bei dieser Zahl wahrscheinlich erstmal schlucken. Tatsächlich ist ein Neuwagen Luxus, den sich aber viele Menschen gerne leisten. Teure und grosse Autos zählen nach wie vor als Statussymbol. Zum Kaufpreis kommen noch weitere Kostenpunkte hinzu. Natürlich spielen Faktoren wie der Kilometerstand und der Zustand deines Wagens eine Rolle, aber eben auch das Baujahr.

Bei Gebrauchtwagen schmälert jeder Tag den Wert

Nach den ersten drei Jahren verlangsamt sich der Wertverlust zwar, aber beträgt trotzdem fünf bis sieben Prozent pro Jahr. Wie viel das genau ist lässt sich nicht pauschal sagen, viele Faktoren beeinflussen den genauen Wert. Neben Alter und Laufleistung deines Autos berechnet sich der Restwert aus weiteren Faktoren. Auch die Farbe hat grossen Einfluss auf den Wiederverkaufswert und damit den Wertverlust deines Autos. Gängige und zeitlose Lackierungen in schwarz, silber oder weiss sind wertstabiler als knallige Farben oder extravagante Folierungen. Camouflage-Optik, gelb oder hellblau machen es dir schwerer einen hohen Weiterverkaufswert zu erzielen.

Die Marke ist entscheidend

Auch rot kann kompliziert sein – ausser du hast einen Ferrari, dann ist das etwas anderes. Denn auch das Modell und die Automarke einen Einfluss auf den Restwert. Bei Kultmarken wie Porsche oder Mini ist der Wertverlust des Autos geringer. Fahrzeuge, die auf dem Gebrauchtwagenmarkt eine hohe Nachfrage geniessen, etwa ein VW Golf oder ein Śkoda Octavia. Auch Mercedes, BMW und Audi schneiden beim Berechnen des Restwerts von Autos gut ab.

Restwert von Elektroautos meistens niedrig

Besonders schwer haben es Elektroautos auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Das liegt zum einen am rasanten technologischen Fortschritt. Die Reichweiten verdoppeln sich von der einen zur nächsten Modellgeneration. Zum anderen wird die aktuell hohe Nachfrage in einigen Jahren gesättigt sein. Niemand wird mehr Monate (oder gar Jahre) darauf warten müssen, dass ein neues Fahrzeug vom Band rollt. Damit sinken die Preise automatisch. Es gibt aber noch eine weitere Komponente, die sich negativ auf den Restwert von Elektroautos auswirkt: der Verlust an Akku-Leistung. Tesla etwa begrenzt seine Batterie- und Antriebseinheitsgarantie aktuell auf acht Jahre. Als eine der teuersten Komponenten des Autos ist ein Austausch aus wirtschaftlicher Sicht kaum sinnvoll, noch zu wenige Modelle verfügen über Akkus, die sich durch Plug & Play austauschen lassen. Zwar ist davon auszugehen, dass sich dieses Problem in den nächsten Jahren durch die hohe Innovationskraft der Branche löst, aber bis sich dies auf dem Gebrauchtwagenmarkt zeigt, werden noch einige Jahre vergehen. Gegensätzlich sieht es übrigens beim Diesel aus. Galt er in der Vergangenheit als sehr wertstabil, sieht es heute anders aus. Der Abgasskandal, Diesel-Fahrverbote in Städten und der Boom der Elektroautos wirken sich auf den Wertverlust der Autos aus.

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